Hier gibt es die PDF zum Thema Neubau/Sanierung
Für ein modernes Landesspital
Im Zentrum steht die Sicherstellung der medizinischen Grundversorgung im bisherigen Rahmen sowie die Senkung der laufenden Betriebskosten. Das Ziel ist eine moderne, effiziente Spitalinfrastruktur in derselben Grössenordnung, dies in Bezug auf das Bettenangebot, das Personal und das Leistungsspektrum. Liechtenstein braucht kein Zentrumsspital mit Spitzenmedizin - Liechtenstein braucht ein Landesspital, das den aktuellen Leistungsauftrag mit bester Qualität sowie mit einem geringeren Kostenaufwand (laufende Kosten) ausführen kann.
Zukunftsorientierte Entscheidung
Es ist für Liechtenstein wichtig, für die Bevölkerung unseres Landes auch in Zukunft über ein Landesspital zu verfügen, das eine tragende und verlässliche Säule in der medizinischen Grundversorgung darstellt. So stehen in der Spitalplanung des Fürstentums Liechtenstein gewichtige Entscheidungen bevor. Die aktuelle Infrastruktur genügt einem modernen Spitalbetrieb nicht mehr; sie kann den Erfordernissen der medizintechnischen Entwicklung nicht mehr im gewünschten Masse entsprechen. Betriebsabläufe und die Arbeit des Personals sind erschwert, die bauliche Substanz hat in verschiedenen Bereichen ihr Lebensalter erreicht und ist zu sanieren.
Studien und Analysen belegen dringenden Handlungsbedarf
Bereits im Jahr 2004 stellte sich in einer von der Regierung in Auftrag gegebenen Machbarkeitsstudie namens „Liechtensteinisches Landesspital 2020“ heraus, dass zur langfristigen Sicherung des Spitalbetriebs eine bauliche Restrukturierung des bestehenden Spitals oder ein Neubau unumgänglich sind. Eine im 2006 erstellte Studie zu den volkswirtschaftlichen Auswirkungen verschiedener Modelle der Spitalversorgung in Liechtenstein
zeigte auf, dass aus volkswirtschaftlicher Sicht ein eigenständiges Landesspital mit
erweitertem Leistungsauftrag die beste Alternative darstellt. Im 2008 setzte die Regierung die Arbeitsgruppe „Liechtensteinisches Landesspital“ ein, welche die notwendigen Grundlagen betr. der Erneuerung der Infrastruktur des Landesspitals erarbeitete.
Ein Landesspital, das für die Bevölkerung da ist
Der Stiftungsrat sowie die Arbeitsgruppe der Regierung heben explizit hervor, dass die oberste Zielsetzung die Realisierung eines Landesspitals ist, das weiterhin für die Bevölkerung da ist. Die Rede ist somit nicht von einem Zentrumsspital mit Spitzenmedizin, sondern von einem Landesspital, das den Bedürfnissen und Anforderungen der medizinischen Grundversorgung der liechtensteinischen Bevölkerung mit Regionalbezug entspricht:
- Das Liechtensteinische Landesspital ist demnach auch in Zukunft nach dem Belegarztsystem mit dem Ausbau der inneren Medizin zu führen.
- Betten sollen im bisherigen bzw. nur marginal erhöhten Rahmen zur Verfügung gestellt werden.
- Leistungserweiterungen sollen nur in Bereichen vorgenommen werden, welche ein Bedürfnis der Bevölkerung darstellen sowie einen Deckungsbeitrag erwirtschaften.
Bestlösung - ein Neubau
Die Arbeitsgruppe der Regierung und der Stiftungsrat kamen nach intensiver Beschäftigung zum Ergebnis, dass die Ansprüche im Gesundheitswesen mit der medizinischen Grundversorgung für die Bevölkerung aus Liechtenstein und der Region nicht nur in medizinischer Hinsicht hohe Anforderungen stellen, sondern auch an die Kriterien der Effizienz und Wirtschaftlichkeit. Die Arbeitsgruppe der Regierung und der Stiftungsrat empfehlen zur Erhaltung des Liechtensteinischen Landesspitals, zur Gewährleistung einer qualitativ guten medizinischen Grundversorgung in Liechtenstein, zur Steigerung der Leistungs- und Kosteneffizienz und damit zur Senkung der Gesundheitskosten, einen Neubau zu realisieren. Expertenmeinungen sowie Spitäler mit adäquaten Zielsetzungen bestätigen auf eindrückliche Weise, dass mit einem Neubau der Spitalinfrastruktur die Qualität erhalten bzw. noch mehr gesteigert sowie die Kosten (Gesundheitskosten und Staatsbeitrag) gesenkt werden können.
Entscheid über Zukunft des Landesspitals ist zeitlich dringend
Da ein Neubau wie auch eine umfassende Instandsetzung inklusive Planung rund fünf bis sechs Jahre Planungs- und Realisierungszeit beanspruchen und dringende Instandsetzungsmassnahmen zur Sicherung des Spitalbetriebs anstehen, kann der Entscheid betreffend einer neuen Spitalinfrastruktur nicht länger aufgeschoben werden. Dem heutigen
Standort wird auch seitens der Experten die beste Bewertung attestiert. Bürgermeister Ewald Ospelt und der Gemeinderat von Vaduz sind ebenfalls davon überzeugt, dass der derzeitige Spitalstandort, insbesondere auch bei einem Neubau, beibehalten werden sollte.